KBS 317 Stassfurt-Egeln-(Blumenberg) virtuell KBS 317

Mit freundlicher Unterstützung der Nebenbahn Staßfurt - Egeln e. V.

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Zitat des Monats

"der Glaube an sich selbst ist mehr Wert wie der Glaube an einen Freund"

 

 

 

 

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KBS 317 Staßfurt-Egeln-Blumenberg

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Streckenabschluss erfolgt nach der Erkundung

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Nebenbahn Staßfurt - Egeln e.V.

Vereinsgeschichte

Am Ende des Jahres 2006 hatten sich die Eisenbahnfreunde Patrick Ernst und Felix Schlicht auf dem Bahnhofsgelände in Hecklingen getroffen, um die noch vorhandene Infrastruktur zu besichtigen und zu dokumentieren. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Strecke zwischen Staßfurt und Egeln nur in unregelmäßigen Abständen von Nahgüterzügen privater Eisenbahnverkehrsunternehmen befahren.

Vandalismus und unkontrollierte Vegetation machten das Bild des Bahnhofs Hecklingen und aller anderen Betriebsstellen der Strecke weitestgehend unansehnlich.

Beide Eisenbahnfreunde konnten sich noch bestens an das ehemalige Bild der Nebenbahnbeschaulichkeit erinnern. Bis 2002 verkehrten Triebwagen der Baureihe 772 der Deutschen Bahn, die Bahnhöfe waren mit Mitarbeitern besetzt, die Signale bedienten und Fahrkarten verkauften. Für Patrick Ernst und Felix Schlicht stand fest, dass die Strecke wieder weitestgehend in den Reichsbahnzustand versetzt werden musste. Im Frühjahr 2007 wurde der Freundeskreis Nebenbahn Staßfurt – Egeln gegründet. Zu diesem Zeitpunkt fand man auf jedem Bahnhof der Strecke, außer in Staßfurt, Hauptsignale der EZMG- Sicherungstechnik ( Elektriceskaja Milych Stancij Germanii – Elektrische Zentralisierung kleiner Bahnhöfe Deutschlands ) aus ehemaliger russischer Produktion die zwar nicht mehr bedient wurden, jedoch einen Großteil des „Reichsbahn-Charmes“ ausmachten. Leider demontierten Mitarbeiter des damaligen Streckenbetreibers kurz darauf sämtliche Signale im Sinne der Schrottgewinnung.

Nach diesem Rückschlag für das Ansehen der Strecke und den Freundeskreis begannen die beiden Eisenbahnfreunde im Frühsommer 2007 mit der Unkrautbeseitigung auf dem Hecklinger Bahnhofsgelände. Zur gleichen Zeit wechselte auf der Nebenbahn der Netzbetreiber. Der neue Streckenpächter hieß Ascherslebener Verkehrsgesellschaft mbH, die die Strecke für die Zuführung von Güterwagen zum Westeregelner Lokschuppen nutzte und die Gleisanlagen, wie den Staßfurter Güterbahnhof und die Umfahrungs- und Nebengleise der einzelnen Bahnhöfe, für Wagenabstellung fremder Firmen zur Verfügung stellte.

Felix Schlicht und Patrick Ernst waren glücklicherweise schon vorher mit dem Geschäftsführer der Ascherslebener Verkehrsgesellschaft Mirko Mokry bekannt, und konnten ihn für das Vorhaben, die Strecke zwischen Staßfurt und Egeln für historische Reisezugfahrten herauszuputzen begeistern, und hatten somit auch ein neues Mitglied des Freundeskreises gefunden.

Der Ascherslebener Verkehrsgesellschaft mbH stand aufgrund eines Leihgabevertrages der älteste original erhaltene Leichtbau- Verbrennungstriebwagen (LVT) der Baureihe 172 als nicht betriebsfähiges Ausstellungsstück zur Verfügung.

Nun war klar: Ein Verein muss her!

Aufgrund anderer Aktivitäten im Sinne der Erhaltung historischer Eisenbahnfahrzeuge, Bauwerke und Dokumente waren den Mitgliedern des Freundeskreises Nebenbahn Staßfurt – Egeln zahlreiche Gleichgesinnte bekannt, die gern an der Gründungsversammlung am 15.07.2007 des Vereins Nebenbahn Staßfurt – Egeln e.V. teilnahmen.

Nach erfolgreicher Gründungsversammlung wurde die Strecke bis Staßfurt befahren und die erforderlichen Arbeitseinsätze hinsichtlich der Instandhaltung der Strecke protokolliert.

In den folgenden Wochen wurde neben den Freischnitt- und Instandsetzungsarbeiten am Oberbau der Strecke auch intensive Arbeiten am Triebwagen VT 2.09 103 zu dessen Inbetriebnahme durchgeführt. Beispielsweise wurden neue Batterien installiert, alle Zylinderköpfe kontrolliert und neu eingedichtet und die Einspritzanlage überholt. Vor dem ersten öffentlichen Auftritt des Vereins erhielt das Fahrzeug auch wieder die epochengerechte Bezeichnung 172 003-6.

Im September 2007 präsentierte sich die „Ferkeltaxe“ 172 003-6 erstmals beim Dampflokfest bei den Eisenbahnfreunden in Staßfurt. Zur Freude der Vereinsmitglieder wurde eine „Ferkeltaxe“ wohl selten so oft fotografiert wie bei diesem Auftritt.

Am 26.11.2007 wurde das Fahrzeug mit einer Lokomotive der Ascherslebener Verkehrsgesellschaft mbH zum Fahrzeugwerk Niedersachswerfen ins thüringische Nordhausen geschleppt und erhielt dort die Hauptuntersuchung und eine Bremsrevision. Am 23.05.2008 erfolgte dann die Probefahrt. Das Fahrzeug erhielt noch am selben Tag die Zulassung und düste dann auf dem schnellsten Weg nach Egeln.

Bis heute wurde der historische Triebwagen gern für Ausflüge genutzt und auch von anderen Vereinen angemietet um bei eigenen Veranstaltungen auf anderen Strecken viele Eisenbahnfreunde und Intessierte zu befördern.

 

Link/Quelle: http://www.nbse-verein.de/